Archiv für September 2010

September 2010 Gran Canaria/Fuerteventura/Deutschland

02.09.10

Sybille hat Geburtstag; als sie einkaufen war, sind wir schnell hin zu der RAIN und haben geschmückt.  Vom Nachbarboot kam auch noch eine Girlande mit vielen Luftballons – es hatte dort einen Tag früher jemand Geburtstag -.  Mit selbst gebackenem Kuchen und einem Gläschen Sekt haben wir das Geburtstagskind dann überrascht. – Und schon war der halbe Tag wieder rum….. Abends haben wir uns natürlich dann nochmals zu einer Dose Bier(oder zwei, oder drei….) getroffen.

05.09.10

Normalerweise wollten wir heute wieder zurück nach Fuerteventura. Aber Horst, der bereits vor einigen Tagen dorthin gefahren ist, rief uns an und sagte, dass der Hafen wegen einer Veranstaltung bis nächste Woche Sonntag gesperrt ist. Nun gut, bleiben wir eben noch ein wenig. Bis 30.9. dürfen wir ja auch hier liegen bleiben.

06.09.10

Eines der grössten Kreuzfahrtschiffe der Welt, die Independence of Seas lief heute morgen um 7.00 h in den Hafen von Las Palmas ein. Ein riiiiiiieeeesiges -Ungetüm; 339 m lang, 56 m breit, Tiefgang 8,53 m , 154 Bruttoregistertonnen schwer.  3.634 Passagiere und 1.365 Besatzungsmitglieder wohnen auf dem “Hochhaus”, das 15 Decks hoch ist. Auf dem Schiff gibt es einen Surfpark, eine Kletterwand, eine Eisbahn, Wasserpark, Minigolfanlage, Boxring und was man halt sonst noch alles braucht…….

Wir sind gleich mit unserem Schlauchboot zu diesem Ungetüm gefahren, aber leider durften wir nicht näher dran, die Hafenpolizei hat uns ganz höflich gebeten, dieses Gebiet so schnell wie möglich zu verlassen !!

07.09.10

Mein üblicher Gang in die Stadt heute ist leider nicht so gut verlaufen; wollte unseren Internstick aufladen lassen, aber ich stand vor verschlossenen Türen. Heute ist der wichtigste Feiertag der Insel. Im Jahre 14 hundert schiess mich tot erschien im Stadtteil Teror einem Hirten die Jungfrau Maria und dort findet heute eine Prozession statt. Der Weg dorthin ist uns aber zu Fuss zu weit. Und aussdem habe ich meine Prozession heute morgen bereits gehabt ( habe gejoggt und den Weg zu den Waschmaschinen war heute auch umsonst, war auch geschlossen…)

09.09.10

Wolfgang studiert jeden Tag die Wetterberichte, denn das nächste Wetterfenster wollen wir nutzen, um wieder nach Fuerteventura zu kommen. Im Bericht von Morgens sah es aus, als wenn wir Freitagnacht losgehen könnten, aber dann änderte sich abends die Vorhersage doch wieder. Jetzt haben wir uns geeinigt auf Samstag ganz früh.

10.09.10

Morgens noch schnell wieder in die Wettervorhersage schauen; hat sich nicht viel geändert, und d.h. Leinen los am Samstag. Also; rödel, rödel, rödel…. Um Stunden hat uns das Schlauchboot zurückgeworfen. Beim rausziehen knirschte es bereits ganz komisch unter dem Boot; und dann sahen wir die „Bescherung“. Wir könnten eine eigene Muschelzucht aufmachen. Mann, was für ein Bewuchs nach 4 Wochen….

Fast 3 Stunden lang haben wir die Muscheln zerstoßen bei 30°  Die Finger waren schnell aufgerissen von den scharfen Kanten und unser Rücken beschwerte sich auch ganz schnell. Ganz schön hart, unser Leben……

11.09.10

Aufstehen im dunklen, welch eine Qual……. Um 7.20h hieß es Leinen los und auf nach Morro Jable – Fuerteventura –  zum ankern, falls der Wind passt und der Schwell nicht zu hoch ist. Die Windvorhersagen berichten uns; Wind aus NO mit 4-5 Beauf. na, das soll doch passen….

Und es passte; so ein schönes segeln hatten wir schon lange nicht mehr. Selbst die Wellen kamen aus der richtigen Richtung, sodass die Mon Amour wunderschön mit 5 Knoten dahinglitt.

Nach 11 Stunden, mit weniger Wind als angesagt, hatten wir unser Ziel erreicht und der Anker fiel ganz sachte nah dem herrlichen Sandstrand. Natürlich lockte das klare Wasser und wir gönnten uns eine schöne Abkühlung.

12.09.10

Sind von herrlichem Sonnenschein geweckt worden und wir geniessen erst einmal die Ruhe, die uns umgibt. Auf Gran Canaria hat uns ja die Grossstadt ein wenig genervt, die vielen Autos und die vielen Sirenen der Krankenwagen gingen uns ganz schön auf die Nerven. Hier ist es schön ruhig und wir hören nur den leisen Wellenschlag. Gegen Mittag drehte der Wind jedoch auf Südost, d.h. wir liegen auf Legerwall (falls der Anker nicht hält, würden wir auf den Strand treiben) und wir überlegten ob wir jetzt weiter sollen, oder abwarten was der Wind so weiter macht. Um 12.00 h beschlossen wir dann doch, weiter nach Gran Tarajal in den Hafen zu gehen. Also; gesagt, getan, Anker auf und weiter.  Unterwegs drehte der Wind wieder auf Nordost mit ca 3 – 4 Beauf.; Zum segeln nicht gut für uns. Also Motor an und ab. Nach 5 Stunden haben wir unser Endziel erreicht und sind doch ganz kaputt!!:-)

13.09.10

Hier in Gran Tarajal fand bis gestern ein Angel-Festival statt und es stehen noch überall Buden herum, halt eben der Tag „danach“. Bis Mittags war der meiste Unrat beseitigt und viele Buden bereits wieder abgebaut. Uns wurde gesagt, dass sogar ein Sportboot aus Italien angereist ist, um den Wettbewerb „wer angelt den grössten Fisch“ mitzumachen. Wie gross denn dann der grösste Fisch war, haben wir leider nicht herausbekommen.

14.09.10

Da wir ja bereits im Juli schon einmal hier waren, brauchen wir keinen Supermarkt mehr suchen. Den Ort Gran Tarajal kennen wir bereits. Ein sehr ruhiger, beschaulicher Ort mit gaaaanz wenig Tourismus. Ein Strand ist auch vorhanden, zwar nicht so weiß, aber schön sauber.

15.09.10

Fühlen uns hier bereits richtig heimisch. Nach und nach treffen wieder einige bekannte Schiffe ein, die wir von unterwegs kennen. Viele Franzosen sind hier im Hafen nur leider klappt die Verständigung nicht so gut. Das einzigste, was uns hier nervt, ist die fehlende Internetverbindung. Auch mit unserer Antenne kommen wir leider in kein freies Netz. Egal, gehe ich halt morgen ins Internetcafe.

16.09.10

Ooooch, das Internetcafe gibt es nicht mehr. Der Laden steht leer…….. Wir haben jetzt schon öfters festgestellt, das Läden hier auf  den Canaren nicht immer lange bestehen. Von Bekannten haben wir bereits 3 x Tips bekommen; geht in den Laden, da bekommt ihr was ihr braucht, aber denkste; die Läden waren bereits wieder geschlossen .

18.09.10

Zwei Tage lang war Wolfgang krank, jetzt schmeckt ihm das Bier wieder, Gott sei Dank……….!

19.09.10

Gaby klettert auf den Mast

Doch nicht auf den der Mon Amour, sondern auf den Mast der RAIN . Dieser Mast hat Stufen ich wollte gerne mal probieren, ob ich es bis oben schaffe ohne Angst. Mit zwei Leinen gesichert und mit einem Bootsmannstuhl konnte ich leicht nach oben klettern, die Stufen sind einfach nur genial. Der Höhe war ich mir gar nicht bewusst und oben angekommen, habe ich mich sofort geärgert, nicht den Fotoapparat mitgenommen zu haben. Es war schon ein schönes Gefühl, mal von oben auf das Boot zu schauen

20.09.10

Jetzt müssen mal so langsam die Taschen gepackt werden für unseren „Deutschlandurlaub“, aber es fehlt die richtige Lust dazu, denn unten im Schiff ist es ganz schön warm! Na ja, bis zum 23. haben wir ja noch Zeit; aber ich hatte da so ein komisches Gefühl, als wenn meine lange Jeanshosen das „rumhängen“ nicht so verkraftet haben, denn nach einigen Anproben ging ein Schrei meinerseits durch den ganzen Hafen – mein Gefühl hat sich leider bewahrheitet; sie sind a l l e  eingelaufen……

Vielleicht sollte ich mir doch noch eine lange Hose für das kalte Deutschland zulegen!?

21.09.10

Nach dem grossen Schock der Hosen musste ich mich ja doch ein wenig erholen (ist dann doch frustrierend…) und heute ging das packen los. Das Gute daran war nur, dass ich ganz schön geschwitzt habe bei der Arbeit. Vielleicht passt doch wieder eine – wenigstens eine – Hose?

22.09.10

Mit unseren Schiffsnachbarn der RAIN sind wir heute mit dem Auto nach Rosario gefahren und wollten, damit ich in Deutschland nicht friere, eine Hose kaufen. Das ist uns denn dann auch gelungen, aber es ist doch eine Qual, bei so schönem Wetter, Hosen anzuprobieren!!!

23.09.10

Abflug nach Deutschland. Wie wir hörten, soll es ja nicht gerade warm sein. Na ja, schau´n wir mal….